Windenergie im Wald
Mit rund 11,4 Mio. ha Waldfläche ist die Bundesrepublik eines der waldreichsten Länder in der EU. Doch unserem Wald geht es vielfach nicht gut. Neben starken Stürmen haben sowohl die extreme Trockenheit als auch die hohen Sommertemperaturen der letzten Jahre erheblichen Einfluss auf die Stabilität des Ökosystems Wald und damit auf die Gesundheit der Bäume genommen. Während die Massenvermehrung von Schadinsekten in Nadelholz Monokulturen zu gravierenden Schäden geführt hat, leiden inzwischen auch die Laubwälder massiv unter extremen Dürre- und Hitzeperioden.
Die Argumente für Windenergie im Forst gehen jedoch weit über die Beplanung dieser vorgeschädigten Flächen hinaus. Bewaldete Regionen sind -meist weniger dicht besiedelt, was sich wiederum positiv auf die Einhaltung entsprechender Abstandskriterien sowie Schall- und Schatteneffekte auswirkt. Darüber hinaus befindet sich Wald oftmals auf Höhenrücken, welche hinsichtlich der Windhöffigkeit attraktiver erscheinen als bspw. landwirtschaftlich genutzte Tallagen. Neben der Instandsetzung der Wegeinfrastruktur sind als positive Begleiterscheinungen die lokale Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen und die Reinvestition der Pachterlöse in klimaresilienten Waldumbau zu nennen.
Unser Ziel ist es, den Flächenverbrauch so minimal wie möglich zu halten. Für die aktuell 2.500 Windenergieanlagen (Stand 12-24, FA Wind) werden durchschnittlich 0,51 ha dauerhaft in Anspruch genommen. Neben einer optimierten Logistik mit konsequenten Maßnahmen zum Wasser- und Bodenschutz, sowie der Auseinandersetzung mit verschiedensten naturschutzfachlichen Themen berücksichtigen wir in den Planungen auch die steigende Relevanz individueller Brandschutzkonzepte.
Um so wenig wie möglich in das sensible Ökosystem Wald einzugreifen, setzt wpd bei der Planung von Anfang an auf eine sehr enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden, lokalen Akteuren und insbesondere dem Waldeigentümer:
- Unser wpd Team versierter Forstexperten kennt die zahlreichen Herausforderungen des Ökosystems Wald und unterstützt die jeweiligen Fachabteilungen bei der Planung und Umsetzung.
- Für die umfangreichen Natur- und Artenschutzgutachten werden unabhängige, externe Fachbüros eingebunden.
- wpd nutzt bestehende -Wege und der notwendige Ausbau wird an die -vorhandene Infrastruktur angelehnt.
- Vormontageflächen werden vorrangig außerhalb des Waldes angelegt.
- wpd verfolgt die bevorzugte Nutzung von Kalamitätsflächen, (Wald- oder Vegetationsflächen, die durch ein Schadereignis betroffen oder zerstört wurden)
- die Rücksichtnahme auf Forstwirtschaft und Jagd sowie eine Eingriffsminimierung durch projektspezifische Auswahl der optimalen Montagemethode.