Freiflächenphotovoltaik

Freiflächenphotovoltaik bezeichnet Photovoltaikanlagen, die nicht auf Gebäuden, sondern auf offenen Flächen installiert werden, zum Beispiel auf:

  • Landwirtschaftlichen Flächen
  • Konversionsflächen (ehemalige Militär- oder Industrieflächen)
  • Randstreifen entlang von Autobahnen oder Bahntrassen
  • Brachflächen oder Deponien

Die nach Süden ausgerichteten Module werden dabei optimal angeordnet, um möglichst viel grünen Strom zu erzeugen. Bei der Planung und Umsetzung unserer Solar-Projekte sind uns naturverträgliche und nachhaltige Lösungen besonders wichtig. So tragen wir dazu bei, dass sich der Boden selbstständig biologisch regeneriert und fördern somit die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen. Darüber hinaus verzichten wir vollständig auf den Einsatz von Pestiziden. Damit leisten unsere Solarparks nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, sondern ebenso zum Naturschutz.

Der Solarpark Wiernsheim Ost ist auf der sonnenreichen Fläche eines Höhenzugs oberhalb des Enztals entstanden, der sogenannten „Platte“. Der etwa 17 km östlich von Pforzheim gelegene Solarpark produziert mit einer Spitzenleistung von 10 MWp jährlich ca. 12 Mio. kWh grünen Strom. Genug, um auf seiner Fläche von ca. 9 Hektar rechnerisch den Strombedarf aller Privathaushalte der Gemeinde Wiernsheim zu decken. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2023 liefert die Anlage erneuerbaren Strom und speist diesen in das nahgelegene Mittelspannungsnetz ein.

Durch den Einsatz von Rammprofilen zur Bodenverankerung der Unterkonstruktion wurde die Versiegelung minimiert und eine einfache Rückbaubarkeit gewährleistet. Die dreireihige Modulmontage und einen Bodenabstand von mindestens 80 cm vereint ein effizientes Anlagenlayout mit leichter Pflege.
Die Pflege der Anlage erfolgt durch Beweidung mit Schafen, wodurch eine naturschonende und zugleich effiziente Bewirtschaftung gewährleistet wird.

Das Projekt zeichnet sich neben der kurzen Umsetzungsdauer von zwei Jahren durch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde aus, die zudem auch von der Kommunalabgabe profitiert. Darüber hinaus konnten sich Bürgerinnen und Bürger finanziell am Projekt beteiligen, und so ganz direkt von der Energiewende profitieren.

Zur ökologischen Aufwertung der Fläche wurden umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen Feldlerchenfenster zur Förderung bodenbrütender Vogelarten, Blüh- und Biodiversitätsstreifen zur Stärkung der lokalen Artenvielfalt, sowie der Einsatz von regionalem Saatgut, um eine standortgerechte Vegetationsentwicklung sicherzustellen. Ein kleintierdurchlässiger Zaun sorgt dafür, dass heimische Wildtiere die Fläche weiterhin passieren können, ohne die Funktionsfähigkeit oder die Sicherheit der Anlage zu beeinträchtigen.