Agri-PV - Flächen clever doppelt nutzen

Agri-PV (Agri-Photovoltaik) bezeichnet die gleichzeitige Nutzung derselben landwirtschaftlichen Fläche für Pflanzenanbau und Solarstromproduktion. Die Photovoltaikmodule werden so installiert, dass darunter weiterhin Landwirtschaft betrieben werden kann. Hierbei gehen wir individuell auf die Bedürfnisse der Bewirtschafter ein und entwickeln gemeinsam ein ganzheitliches Konzept für Solarpark, landwirtschaftliche Nutzung und Pflege. Bei der Planung und Umsetzung von AgriPV-Anlagen berücksichtigen wir die Vorgaben der DINSpec 91434, sodass mindestens 85% der Fläche weiterhin für die Landwirtschaft zur Verfügung stehen.

Unsere Teams verfügen über das Knowhow zur Umsetzung dieser Technik für eine nachhaltige Doppelnutzung wertvoller Flächen, sodass Landwirte gleich zweifach von ihrer Fläche profitieren.

  • Doppelte Einkommensquelle

    Landwirte profitieren sowohl vom Ertrag ihrer Felder als auch von den Pachteinnahmen der Agri-PV-Anlage

  • Gute steuerliche Bedingungen

    Geringere Grund- und Erbschaftssteuer

  • Subventionen

    Bewirtschafter erhalten weiterhin mindestens 85% der EU-Agrarsubventionen

  • Genehmigung und Förderung

    Im Vergleich zu herkömmlichen PV-Anlagen gibt es bei der Standortwahl für Agri-PV weniger Einschränkungen bezüglich einer EEG-Vergütung.

Veringenstadt - Agri-PV auf der Schwäbischen Alb


Größte Agri-PV-Anlage Baden-Württembergs

Die Agri-Photovoltaikanlage ist 2025 in Betrieb gegangen und kombiniert mit einer Leistung von 8,5  MWp modernste Technik mit einer vollwertigen ackerbaulichen Nutzung. Bei Inbetriebnahme stellte die Anlage die größte ihrer Art in ganz Baden-Württemberg dar.

Die PV-Module wurden auf einer Fläche von rund 14 ha installiert und über Rammfundamente getragen, die eine bodenschonende Bauweise sowie eine einfache Rückbaubarkeit sicherstellen. Der Netzanschluss erfolgt auf der Mittelspannungsebene.

 

Maximale Erträge durch intelligente Nachführung

Das einachsige nachgeführte Trackersystem gewährleistet durch eine optimale Sonnenausrichtung der Module hohe spezifische Erträge.

Hierbei kamen Tracker sowohl mit einem Modul als auch mit zwei Modulen zum Einsatz, um den Solarpark an verschiedene Bewirtschaftungsbreiten anzupassen. Die Beweglichkeit der Module steigert dabei den Stromertrag und vereinfacht die Bewirtschaftung, da die Solarmodule zur Bewirtschaftung vom Landwirt selbst in verschiedene Positionen bewegt werden können. So kann weiterhin eine Bewirtschaftung mit großen Maschinen wie Mähdreschern durchgeführt werden.

Doppelte Nutzung, nachhaltiger Mehrwert

Ein zentrales Element des Projekts ist das konsequent umgesetzte Agri-PV-Konzept: Mindestens 85 % der Gesamtfläche bleiben dauerhaft landwirtschaftlich nutzbar.

Gleichzeitig wird ein Mindest­ertrag von 66 % der ursprünglichen landwirtschaftlichen Produktion erreicht. Die Bewirtschaftung erfolgt ökologisch, unter anderem mit dem Anbau von Gemüse, Getreide und Kartoffeln.

Durch die Fortführung der landwirtschaftlichen Nutzung sind zudem Steuervorteile möglich.