Geislingen/Lauterstein. Das Alb-Elektrizitätswerk (Albwerk) aus Geislingen und das in Bietigheim-Bissingen ansässige Windenergieunternehmen wpd haben eine Kooperation geschlossen. Ziel der Partner ist es, mit der Realisierung des Windparks Lauterstein die Energiewende in der Region voranzubringen. Der Standort ist laut wpd potenziell der größte seiner Art in der Region Stuttgart und planerisch bestens geeignet. Die Vorplanungen der wpd, die mehr als 20 Anlagen umfassen, treffen bei der regionalen und lokalen Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit bisher auf breite Zustimmung.
Kernpunkt des Partnerschaftskonzeptes ist die Einbindung und Beteiligung der Öffentlichkeit von Anfang an, beispielsweise über Informationsveranstaltungen, Mitsprache und finanzielle Bürgerbeteiligung. Hier spielt das Albwerk als in der Region verwurzeltes Unternehmen eine wichtige Rolle und übernimmt die Aufgabe der Integration von Windenergieanlagen in mögliche Bürgerbeteiligungsmodelle, während sich wpd auf die Entwicklung, Realisierung und den Betrieb des Windparks konzentriert. „Mit wpd haben wir einen Kooperationspartner gewinnen können, der in der Realisierung und dem Betrieb von Windparks sehr erfahren ist und der sich in unserer Region langfristig engagieren will“, sagt Hubert Rinklin, Vorstandsvorsitzender der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG. „Mit dem Albwerk als Partner haben wir einen regional verankerten und zuverlässigen Partner gefunden, von dem wir wissen, dass die örtlichen Belange nachhaltig berücksichtigt werden“, ergänzt wpd Vorstand Dr. Hartmut Brösamle.
Die Neugestaltung des Landesplanungsgesetzes und die Verabschiedung des Windenergieerlasses der Landesregierung vom Mai dieses Jahres spiegeln den politischen und gesellschaftlichen Ausbauwunsch für die Windenergie wider. Der geplante Ausbau spielt auch innerhalb des Netzgebietes des Albwerks und seiner Beteiligungsgesellschaften eine wichtige Rolle: Weit mehr als die knapp 30 Prozent des erzeugten Stroms, die bislang aus regenerativen Energien stammen, sollen künftig ins Netz integriert werden. Neben der dezentralen Stromerzeugung stehen regionale Wertschöpfung sowie die finanzielle Beteiligung der Bürger am Windpark Lauterstein im Fokus der Kooperation. Hierfür werden gemeinsam mit Region und Gemeinden die planungsrechtlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Projekt geschaffen und wirtschaftliche Konzepte im Rahmen der genehmigungsrechtlichen Vorgaben erstellt. Sofern die Planungen zügig voranschreiten, könnten bereits 2014 die ersten Anlagen ans Netz gehen.
Lautersteins Bürgermeister Michael Lenz freut sich über die Kooperation und Aufgabenteilung: „Die regionale Verankerung des Projekts Windpark Lauterstein mit dem Albwerk ist zu begrüßen. Die Kompetenzen sind bei beiden Unternehmen vorhanden und durch die Kooperation können sie fruchtbar eingesetzt werden.“ Die Beteiligung der Bürger beim Thema Windenergienutzung sei für ihn – ebenso wie für wpd und das Albwerk – von großer Bedeutung, so der Bürgermeister.

Die Unternehmen:
Das Albwerk ist mit seinen gut 20 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften seit über 100 Jahren der Partner für Energie- und Versorgungsfragen in der Region und gilt als größte Energiegenossenschaft Deutschlands. Einen besonderen Schwerpunkt legt das Albwerk auf den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik, Biogas und Wasserkraft.www.albwerk.de wpd ist führender Projektentwickler für Windparks in Deutschland mit einer umfassenden Expertise von rund 1.400 Windenergieanlagen in der Planung, Realisierung und dem Betrieb und ist seit vielen Jahren in Baden-Württemberg aktiv.www.wpd.de