Flächenbedarf eines Windparks

Der dauerhafte Flächenbedarf moderner Anlagen beläuft sich auf die Sockelfläche sowie das Fundament, wobei dieses teils erdüberdeckt wird und so nicht zu sehen ist. Die Kranstellfläche wird häufig mit Schotter bedeckt und kann für andere Zwecke nach Kranabbau genutzt werden (z. B. für Holzlagerung). Für die im Windpark Saulheim-Partenheim geplanten WEA liegt die Fundamentfläche voraussichtlich bei 700 m² (ca. 30 m Radius), die Kranstellfläche umfasst ca. 2.000 m².

Die Zufahrtsstraße sollte eine Breite von ca. 5 Metern haben; i. d. R. werden bereits vorhandene Wege genutzt und bei bedarf ausgebaut. Als sehr grobe Schätzung können etwa 26.000 m² angenommen werden.

Die Rotorfläche der WEA (die Fläche, über die die Rotorblätter streifen) beträgt ca. 20.600 m², muss jedoch nicht freigehalten werden und kann ihrer ursprünglichen Nutzung entsprechend genutzt werden (etwa landwirtschaftlich).

Um die gegenseitige Beeinflussung zwischen den verschiedenen WEA zu verkleinern, müssen zudem Abstände gewahrt werden. Diese Flächen können jedoch wie zuvor durch andere Nutzungen (z. B. Land- und Forstwirtschaft) in Anspruch genommen werden. Diesen Vorteil hat die Windenergie gegenüber Photovoltaik-Freiflächenanlagen oder dem Biomasseanbau. Bei reiner Betrachtung der Betriebsfläche für Fundament, Kran und Zuwegung, schlägt für den gleichen Energieertrag ein geringerer Flächenbedarf zu Buche als für Photovoltaik-Freiflächenanlagen.

In jedem Fall sind für den Eingriff der Flächennutzung Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu leisten (bspw. in Form von Biotopen oder Aufforstungsgebieten, etc.).