Windenergieanlagen sind ein „grundflächenbezogener Eingriff“, der naturschutzrechtlich zu bewerten und zu handhaben ist. Zu den Vorgaben aus der Eingriffsregelung kommen die artenschutzbezogenen hinzu.

Gemäß der §§ 13ff. Bundesnaturschutzgesetz müssen unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vom Verursacher immer ausgeglichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder in sonstiger Weise kompensiert werden (Ersatzmaßnahmen).

Bei wpd wurden bei realisierten Windparks bereits viele Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt. Diese finden Sie in unserer Broschüre im Download-Bereich.

Folgende Kompensationskonzepte zeigen beispielhaft die Vielfalt von Ausgleichsmaßnahmen auf:

  • Anlage und Renaturierung von Gewässern: Teiche, Blänken, Grünlandvernässung, Renaturierung/Entschlammung von Stand- und Fließgewässern
  • Produktionsintegrierte Maßnahmen in der Landwirtschaft: Anlage von Blühflächen, Extensivgrünland, Ackerrandstreifen, Mahdmanagement
  • Bau von Tierquartieren: Nisthilfen, Brut- und Nahrungshabitate für Vögel und Fledermäuse und andere geschützte Arten
  • Anlage von Pflanzungen: Obstwiesen, Baumreihen, Hecken und Feldgehölze
  • Aufforstungen: Erstaufforstungen, Waldumbau
  • Abbrucharbeiten: Abriss von alten Gebäuden, Entsiegelung von Flächen, Erarbeiten und Umsetzen von Konzepten für die Folgenutzung

Im Land Rheinland-Pfalz regelt die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) vom Juni 2018 den Vollzug der Eingriffsregelung. Das Rundschreiben vom 12.08.2020 “Erlass zum Natur- und Artenschutz bei der Genehmigung von Windenergieanlagen im immissionsschutzrechtlichen Verfahren” finden sie hier: https://mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Themen/Naturschutz/Eingriff_und_Kompensation/Rundschreiben/Erlass_Natur-_und_Artenschutz_WEA_immissionschutzrechtliches_Verfahren.pdf

Einige anschauliche Beispiele guter Kompensationsmaßnahmen – mit Beteiligung der wpd finden Sie hier: Link