Eiswurf und Eisfall

Für das Genehmigungsverfahren wird der astronomisch maximal mögliche Schattenwurf berechnet, der die bekannten geometrischen Verhältnisse von Sonnenstand, Standort der WEA und Lage des betroffenen Wohnhauses einbezieht. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Sonne immer scheint und die WEA immer läuft – somit ein “worst case scenario”.
Durch den nordrhein-westfälischen Windenergie-Erlass ist geregelt, dass bei einer berechneten Beschattungsdauer von mehr als 30 h/Jahr eine Abschaltautomatik einzurichten ist, die die WEA bei überschreiten der Beschattungsdauer außer Betrieb setzt.

Für die Praxis wird dann die reale Beschattung herangezogen: heutige Abschalteinrichtungen verfügen über einen Lichtsensor, der ermittelt, ob die Sonne aktuell überhaupt scheint und damit Schattenwurf möglich ist. Somit steuern sie die reale Beschattung. Diese ist für das betroffene Wohnhaus auf einen geringeren Wert von maximal 8 h/Jahr und maximal 30 min/Tag in Summe aller WEA eines Windparks begrenzt.

Die technische Weiterentwicklung der Abschalteinrichtungen steigert zum einen die Verfügbarkeit der WEA – also weniger Abschaltzeiten – und zum anderen eine verbesserte Vorsorge von betroffenen Wohnhäusern.

Weiterführende Links zum Thema:

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/erneuerbare-energien/schattenwurf
http://www.lung.mv-regierung.de/dateien/wea_schattenwurf_hinweise.pdf

Der Disko-Effekt beschreibt Lichtreflexionen an den sich drehenden Rotorblättern, die hauptsächlich von der Sonne verursacht werden. Der Disko-Effekt trat vor allem in der Frühzeit der Windenergie auf.
Seit vielen Jahren werden die Rotorblätter mit matten, reflexionsarmen Farben beschichtet, sodass ein Disko-Effekt nicht mehr auftritt.