FAQ

 

Wer suchet, der findet Antwort!

Damit Sie nicht lange suchen müssen, haben wir hier die häufig gestellten Fragen einmal für Sie zusammengestellt.

Wir haben uns bereits im Vorfeld den kritischen Fragen des Gemeinderates Saulheim gestellt und diese für sie beantwortet. Einige Fragen finden sie hier. Für mehr Fragen und Antworten können Sie sich die insgesamt 36 Fragen in der nebenstehenden pdf-Datei in aller Ruhe anschauen.

Generell ist zwingend über standortspezifische Prognosegutachten an allen im Sinne der TA
Lärm maßgeblichen sog. Immissionsorten i.S. des BImSchG, also z.B. den Ortsrandlagen oder
Aussiedlerhöfen, nachzuweisen, dass die je nach Gebietseinstufung definierten
Immissionsrichtwerte (IRW) zu allen Zeiten und unter sog. ‚worst case‘-Annahmen (d.h. WEA
dreht entgegen der Realität jederzeit im sog. ‚lautesten Betriebszustand‘, also nahe Volllast)
jederzeit eingehalten werden. Dabei sind insbesondere auch Modellunsicherheit zur
Sicherstellung eines hohen Schutzniveaus zu Lasten des Vorhabens zu berücksichtigen. Das
Berechnungsmodell basiert nach aktuellen Vorgaben auf dem aktuellen sog.
‚Interimsverfahrens‘. Die einzuhaltenden Richtwerte betragen z.B. für Dorf-/Mischgebiete
nachts 45 dB(A) oder für Allgemeine Wohngebiete nachts 40 dB(A).
Je nach Einzelfall kann sich aus den genannten Anforderungen die Notwendigkeit ergeben,
dass einzelne WEA zeitweise in einer sog. ‚schallreduzierten Betriebsweise‘ betrieben
werden müssen (i.d.R. aufgrund der strengeren IRW nur zur Nachtzeit).
Auch hier müssen wir darauf verweisen, dass eine finale Aussage zur Lärmeinwirkung noch
nicht getroffen werden kann, da die Anzahl und genaue Anlagenaufstellung noch nicht
feststeht. Aber erste Modellierungen unter den o.g. Bedingungen und Verfahren haben
gezeigt, dass bei der aktuellen Aufstellung mit 10 WEA die einzuhaltenden Richtwerte an
allen Immissionsorten – an den Ortsrandlagen oder Aussiedlerhöfen – eingehalten werden.

Angaben zu versiegelnden Fläche sind anlagenspezifisch und standortspezifisch und werden
vom Anlagenhersteller vorgegeben. Beim Anlagentyp Vestas V162 ist von einem
Fundamentdurchmesser von 25 m2
(491 qm) auszugehen. Hinzu kommt eine dauerhaft
versiegelte Kranstandfläche. Vom Hersteller wird diese standardmäßig mit 24,5x35m
(858 m2
) angegeben. Abweichungen sind natürlich standortspezifisch zu untersuchen.
Des Weiteren müssen die einzelnen WEA-Standorte über ausgebaute Wege in
Schotterbauweise erreichbar sein. Der hierbei anfallende Flächenbedarf ist vom nutzbaren
Wegenetz und den einzelnen WEA-Standorten abhängig

Unsere aktuellen Planungen beziehen sich auf den Windenergieanlagen (WEA)-Typ Vestas
V162. Die Kennwerte hierbei sind:
• Rotordurchmesser: 162 m
• Nabenhöhe: 169 m
• Gesamthöhe bis Flügelspitze oben: 250 m
• Gesamthöhe bis Flügelspitze unten: 88 m
• Installierte Nennleistung: 6 Megawatt

 

Erste Modellrechnungen zum möglichen Windenergieertrag zeigen unter Berücksichtigung
von Abschattungsverlusten einen durchschnittlichen Energieertrag von
ca. 15.900.000 kWh/Jahr und WEA auf. Aufgrund von Modellungenauigkeiten sowie
weiteren Verlusten (elektr. Verluste, Abschaltungen aufgrund von Avifauna Auflagen, etc.)
sind weitere Ertragsverluste von 5-15 % nicht unüblich.
Die gesamte Strommenge des Windparks ist dabei stark abhängig von der Anzahl Windräder.
Bei 10 umgesetzten WEA wäre ein Parkertrag von etwa 150.000.000 kWh/Jahr denkbar. Das
entspräche dem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 43.000 3-Personen Haushalten.

Betreiber der Anlagen wäre die wpd Windpark Nr. 624 GmbH & Co. KG,
Investor die wpd onshore GmbH & Co. KG. Erstere wurde als Projektgesellschaft eigens als
Vehikel zur Umsetzung und zum Betrieb des Windparks Saulheim gegründet – eine in der
Branche übliche Gesellschaftsstruktur. Zweitere agiert zunächst als Projektentwicklerin für
die Projektgesellschaft und fungiert später als Investorin.

Laboruntersuchungen über die Einwirkung durch Infraschall weisen nach, dass hohe Intensitäten oberhalb der Wahrnehmungsschwelle ermüdend und konzentrationsmindern wirken und die Leistungsfähigkeit beeinflussen können.
Schalldruckpegel im Umfeld von Windenergieanlagen oder anderen technischen Quellen liegen für tieffrequenten Schall jedoch von solchen Wirkungseffekten weit entfernt. Verglichen mit Schallquellen wie Verkehrsmittel (Auto, Flugzeug) ist der von WEA erzeugte Infraschall gering. Nach heutigem Wissenschaftsstand sind daher schädliche Wirkungen nicht zu erwarten.

Weitere Informationen finden Sie in der Veröffentlichung “Tieffrequente Geräusche inkl. Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen” des LUBW.

Es sind die gesetzlichen Vorgaben aus dem Immissionsschutzrecht und dem einschlägigen
Fachrecht (u.a. Baurecht, Naturschutzrecht) einzuhalten. Im Rahmen der
immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen ist zu prüfen,
ob durch die geplanten Anlagen schädliche Umwelteinwirkungen auf Menschen, Tiere und
Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter
hervorgerufen werden können. Eine umfassende Prüfung möglicher schädlicher
Umwelteinwirkungen auf Schutzgüter erfolgt durch die zuständigen Genehmigungs- und
Fachbehörden. Der Vorhabensträger muss diesen Behörden aussagekräftige und belastbare
Unterlagen vorlegen.
Zu beantwortende Fragen zum Natur- und Artenschutz:
• Werden die Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes(BNatSchG)sowie des
Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) eingehalten?
• Erhöht sich das Tötungsrisiko für geschützte Tierarten signifikant?
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• Werden die lokalen Populationen der jeweils geschützten Arten erheblich gestört?
Das heißt, dass sicher gestellt werden muss, dass es zu keiner Zeit zu einer
Verschlechterung des sogenannten Erhaltungszustandes der jeweiligen Art kommt.
• Werden Nistplätze und essentielle Lebensräume zerstört?
• Alle rechtlich zulässigen Eingriffe in Natur und Landschaft sind zu kompensieren.
• Es ist die Verträglichkeit des möglichen Windparks mit dem benachbarten
Vogelschutzgebiet zu prüfen.
Zu beantwortende Fragen zum Immissionsschutz:
• Werden unter Worst Case Annahmen an den sog. Immissionsorten i.S. des
Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), also z.B. den Ortsrandlagen oder
Aussiedlerhöfen, die Immissionsrichtwerte nach der TA Lärm eingehalten?
Die einzuhaltenden Richtwerte betragen z.B. für Dorf-/Mischgebiete nachts
45 dB(A) oder für Allgemeine Wohngebiete nachts 40 dB(A).
• Analoges gilt für die Pflicht zum Nachweis der Einwirkungen von sog. Periodischem
Schattenwurf („Schlagschatten“) entsprechend der maßgeblichen Vorgaben der
Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI).
• Dabei sind insbesondere auch Modellunsicherheit zur Sicherstellung eines hohen
Schutzniveaus zu Lasten des Vorhabens zu berücksichtigen.
Zu beantwortende Fragen zum Rücksichtnahmegebot des Baugesetzbuchs (BauGB):
• Existiert eine optisch bedrängende Wirkung?
Zu beantwortende Fragen zur Maschinensicherheit:
• Standsicherheit
• Vorlage der Typenprüfung
• Statische Unterlagen
• Baugrundgutachten
• Sicherheitsvorkehrungen
• anlagenspezifisches Brandschutzkonzept
• Wassergefährdende Stoffe

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